Das interaktive Whiteboard - Was ist das eigentlich?

 

 

Ein interaktives Whiteboard ist im Grunde erst einmal ein großer Touchscreen-Monitor, eine elektronische Projektionswand, die in Verbindung mit einem Computer oder Notebook und einem Beamer funktioniert. Der Computer ist in diesem Fall ein herkömmlicher PC mit Windows als Betriebssystem, dessen Bedienung am Whiteboard erfolgt,  jedoch nicht wie gewohnt mit der Maus, sondern über Touch-Funktion mit dem Finger oder über einen speziellen Stift. Folglich sind über das Whiteboard alle bekannten Programme wie etwa Word oder Powerpoint, sowie das Internet für den Unterricht nutzbar.

Die herkömmliche Tafel ist das klassische Instrument um Unterrichtsinhalte zu präsentieren. Auch hierfür bietet das interaktive Whiteboard über die entsprechende Software die passenden und wesentlich weitreichenderen Möglichkeiten.

Über die intuitive Nutzung als normale Tafel hinaus, wie man es seit jeher gewohnt ist,  hat die Lehrkraft mit Hilfe der Software die Möglichkeit interaktive Tafelbilder auf die jeweilige Unterrichtsstunde hin vorzubereiten. Dabei können Bilder, Audiodateien, auch Animationen oder Filme integriert werden. Bereits erstellte Tafelbilder, sogenannte Flipcharts, werden gespeichert, nach dem Unterricht wenn nötig kritisch überprüft und verbessert.

Über eine Dokumentenkamera, ein Werkzeug, das den Overheadprojektor ersetzt, können wie gewohnt Arbeitsblätter projiziert werden. Diese sind dann direkt am interaktiven Whiteboard bearbeitbar. Jedoch gehen auch die Möglichkeiten der Dokumentenkamera weit über die des Overheadprojektors hinaus. Im Prinzip kann alles, was diese erfasst, auf das Whiteboard oder in die „Tafel-Software“ übertragen und zur weiteren Arbeit im Unterricht verändert und genutzt werden. Ein einfaches Beispiel: Eine Aufgabe aus dem Mathematikbuch wird mit der Dokumentenkamera zur besseren Veranschaulichung an die Tafel projiziert und kann direkt am Board auch bearbeitet  werden. Auch Bilderbücher, etwa im Fach Englisch, sind so für alle Schüler gut sichtbar.

 

 

Neue Schulbücher, die jetzt im Rahmen des neuen Lehrplans mehr und mehr kommen, bieten bereits auf die Inhalte abgestimmte Software mit optimal passenden Flipcharts an.

Vorhandene Schüler-Feedback-Systeme erlauben eine direkte Interaktion der Schüler mit den Whiteboards. Über diese, einem herkömmlichen Handy nicht unähnlichen Geräte, können die Schüler Fragen, die über das interaktive Whiteboard gestellt werden, direkt in eigenem Tempo beantworten. Motivationsfaktor und Aktivierungsgrad solcher Arbeitsphasen sind sehr hoch. Alle Schüler sind beteiligt und haben Spaß.

Darüber hinaus hat man natürlich alle Vorzüge, die ein PC bietet.

Bilderreihen können über entsprechende Fotogalerien abgespielt werden. Das Whiteboard ersetzt den Dia-Projektor. CDs und DVDs werden über Mediaplayer wiedergegeben.

CD-Player sowie Medienwagen mit Fernsehern und DVD-Playern werden hinfällig. Kommen im Unterricht unerwartete Fragen auf, sind entsprechende Antworten im Internet schnell gefunden und können mit Bildern oder kurzen Clips veranschaulicht werden. Jede Art von Lernsoftware kann im Rahmen eines Unterrichtsgesprächs genutzt werden, in entsprechenden Phasen von Schülern auch einzeln oder paarweise bearbeitet werden.

Darüber hinaus bieten interaktive Tafeln die Möglichkeit im täglichen Umgang mit ihnen auf eine verantwortungsbewusste Mediennutzung hinzuarbeiten.

Dies sind nur einige Beispiele, welche die Vorzüge eines interaktiven Whiteboards aufzeigen sollen. Dass diese im „Medienzeitalter“ ein zeitgemäßes und gewinnbringendes Medium sind, sollte offensichtlich sein.